Keynote von Christian Hauri

Christian Hauri präsentierte am World Usability Day vom 13. November 2014 vor gegen 300 Interessierten in der Aula der Hochschule Rapperswil zum Thema "Engagement for UX in Unternehmen".

User Experience nachhaltig einführen heisst Veränderungen im Unternehmen durchzuführen. Dabei hilft uns der Ansatz der Organisationsentwicklung, basierend auf den Erkenntnissen der Sozialpsychologie über Veränderung von sozialen Systemen.

User Experience nachhaltig einführen heisst Veränderungen im Unternehmen durchzuführen. Dabei hilft uns der Ansatz der Organisationsentwicklung, basierend auf den Erkenntnissen der Sozialpsychologie über Veränderung von sozialen Systemen.

 

Argumente für User Experience zugeschnitten auf die drei Ebenen Top-Management, mittleres Management und Projektteam helfen, die Unfreeze-Phase zu schaffen.

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Das Top-Management muss die Ziele und die Strategie vorgeben, wonach sich die UX-Aktivitäten ausrichten sollen. Was genau erwarten wir davon? Welche Unternehmensziele soll UX fördern? Daraus ergeben sich Aufträge ans mittlere Management zur Etablierung von UX – UX Prozess, Tools und Standards, UX Trainings sind aufzubauen. Dazu investiert das Top-Management Ressourcen mit klaren Zielen. Ein UX Strategie definiert die wichtigsten KPI – Erfolgsfaktoren, die systematisch gemessen werden. Im mittleren Management brauchen wir die Definition und Einführung der UX-Aktivitäten im Entwicklungsprozess. Hier bewährt es sich, an bekannten und praktizierten Verfahren anzuknüpfen. Wird beispielsweise mit Scrum entwickelt, so werden die UX-Aktivitäten wie User-Research, Prototyping und UX Evaluation in die Sprints eingebaut und die UX-Rollen in die Scrum-Teams integriert. Wird ein Phasenmodell verwendet, so werden die UCD-Iterationen in die jeweiligen Phasen eingebaut und die UX-Evaluationen in die Phasenfreigaben (oder Quality Gates) integriert. Damit erreichen wir eine gute Stabilität in den Prozessen und das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Die Organisation lernt aus jeder Iteration dazu. Um die UX-Aktivitäten zu unterstützen werden die entsprechenden Tools und Standards wie Guidelines, Styleguide, Prototyping- und Evaluationstools eingeführt und in Pilot-Projekten erprobt. So erreichen wir eine gewisse Standardisierung der UX Aktivitäten und können auch das qualitative Niveau sicherstellen. Es ist nicht notwendig, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Bewährtes UX-Design wird deshalb in Standards wie Guidelines oder Styleguides überführt und wieder verwendet. Damit das Ganze zum Fliegen kommt, helfen gezielte UX Trainings für die verschiedenen Beteiligten in den Projekten. Projektmanager, Business Analysten, Entwickler und Tester werden in spezifischen Trainings mit den UX Methoden vertraut gemacht, sodass sie diese in ihrer Rolle wahrnehmen können und mit den UX-Spezialisten optimal zusammenwirken können. In den Projektteams werden dann die UX-Methoden projekt-spezifisch angewendet. Die Teams werden von UX-Experten unterstützt und methodisch angeleitet. Die Projektmanager stellen sicher, dass die Arbeiten benutzer-zentriert durchgeführt werden und auch die Beteiligung der Benutzer und der Business funktioniert. Die erarbeiteten Projektergebnisse fliessen wieder in die Weiterentwicklung der Guidelines und Standards ein, sodass das Wissen im Unternehmen weiterentwickelt werden kann.

Das Top-Management muss die Ziele und die Strategie vorgeben, wonach sich die UX-Aktivitäten ausrichten sollen. Was genau erwarten wir davon? Welche Unternehmensziele soll UX fördern? Daraus ergeben sich Aufträge ans mittlere Management zur Etablierung von UX – UX Prozess, Tools und Standards, UX Trainings sind aufzubauen. Dazu investiert das Top-Management Ressourcen mit klaren Zielen.

Ein UX Strategie definiert die wichtigsten KPI – Erfolgsfaktoren, die systematisch gemessen werden.

Im mittleren Management brauchen wir die Definition und Einführung der UX-Aktivitäten im Entwicklungsprozess. Hier bewährt es sich, an bekannten und praktizierten Verfahren anzuknüpfen. Wird beispielsweise mit Scrum entwickelt, so werden die UX-Aktivitäten wie User-Research, Prototyping und UX Evaluation in die Sprints eingebaut und die UX-Rollen in die Scrum-Teams integriert. Wird ein Phasenmodell verwendet, so werden die UCD-Iterationen in die jeweiligen Phasen eingebaut und die UX-Evaluationen in die Phasenfreigaben (oder Quality Gates) integriert. Damit erreichen wir eine gute Stabilität in den Prozessen und das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Die Organisation lernt aus jeder Iteration dazu.

Um die UX-Aktivitäten zu unterstützen werden die entsprechenden Tools und Standards wie Guidelines, Styleguide, Prototyping- und Evaluationstools eingeführt und in Pilot-Projekten erprobt. So erreichen wir eine gewisse Standardisierung der UX Aktivitäten und können auch das qualitative Niveau sicherstellen. Es ist nicht notwendig, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Bewährtes UX-Design wird deshalb in Standards wie Guidelines oder Styleguides überführt und wieder verwendet.

Damit das Ganze zum Fliegen kommt, helfen gezielte UX Trainings für die verschiedenen Beteiligten in den Projekten. Projektmanager, Business Analysten, Entwickler und Tester werden in spezifischen Trainings mit den UX Methoden vertraut gemacht, sodass sie diese in ihrer Rolle wahrnehmen können und mit den UX-Spezialisten optimal zusammenwirken können.

In den Projektteams werden dann die UX-Methoden projekt-spezifisch angewendet. Die Teams werden von UX-Experten unterstützt und methodisch angeleitet. Die Projektmanager stellen sicher, dass die Arbeiten benutzer-zentriert durchgeführt werden und auch die Beteiligung der Benutzer und der Business funktioniert. Die erarbeiteten Projektergebnisse fliessen wieder in die Weiterentwicklung der Guidelines und Standards ein, sodass das Wissen im Unternehmen weiterentwickelt werden kann.

Die Einführung von UX ist abhängig von der herrschenden Unternehmenskultur. Steht diese in starkem Widerspruch zu einer UX Kultur, so sind die Widerstände entsprechend stark.

Die Einführung von UX ist abhängig von der herrschenden Unternehmenskultur. Steht diese in starkem Widerspruch zu einer UX Kultur, so sind die Widerstände entsprechend stark.